Zurück im Alltag

Es ist mal wieder Zeit für eine Aktualisierung. Heute mache ich einen Fastentag. Ja, Freitag ist ungewöhnlich. Auch werde ich heute abend wohl nicht tanzen gehen. Mittwochabend bin ich aus einer Woche Urlaub zurückgekehrt, der mich sowohl körperlich als auch mental gefordert hat.

Vor einigen Minuten habe ich die Geschichte gelesen, dass eine Frau in Facebook mit mehr und weniger echten Freunden geteilt hatte ein Bild ihrer Tochter mit Schultüte vor der Schule mit Angabe von Namen und Ort. Die Geschichte erzeugt Furcht und will zur Vorsicht mahnen. Sie mag fiktiv sein, aber sie bestätigt mich darin, hier möglichst anonym bleiben zu wollen, weil jeder im Netz lesen kann. Dass es sinnvoll ist, mit konkreten Daten und mit Fotos vorsichtig zu sein.

Ich kann fern weg von Dir wohnen oder auch ganz in Deiner Nähe.

Am letzten Tag des Urlaubs waren wir in Buchenwald. Es gibt dort ein wirklich gutes Denkmal: eine Platte, die 37° Temperatur hat. So steht es zumindest auf Wikipedia. Unser Führer über und durch die Überreste sagte uns, es seien 26,5° Celsius. Dieses halbe Grad mehr oder weniger ist im Grunde egal. Die Platte, die den Namen vieler Nationalitäten trägt, trägt Körperwärme. Nicht sichtbar, nur fühlbar. Sie lässt spüren, was uns mit allen Menschen verbindet: die gleiche Körpertemperatur. Es tut gut, auf dem Stein zu knien und mit dem Handrücken über die gravierten Worte zu streichen. Es lässt Wärme und zugleich Nähe spüren.

Im Urlaub habe ich erlebt, dass sich Nahes fremd und Weites nah anfühlen kann. Bei zweitem ist eine gute Vorstellungskraft, unsere Phantasie hilfreich. Die habe ich. Bei erstem tue ich mich schwer. Es macht mich traurig und stumm. Vielleicht kann es mir helfen, wenn ich den Schrecken, den ich dabei empfinde, direkter ausdrücke.

Da dies für die Leser dieses Tagebuchs am interessantesten sein mag, möchte ich es nicht unerwähnt lassen: Ich trage aktuell 64 kg. Selbiges trug ich morgens an den Tagen vor dem Urlaub. Dabei habe ich das Gefühl, dass ich sehr viel esse. Sowohl Fett, als auch Zucker scheue ich nicht, sondern genieße beides in dezenten Maßen (nur sehr selten zusammen). Allerdings kann ich noch immer nicht Reste meiner Portion stehen lassen, wenn diese zu groß ausgefallen ist. Ich mag es am liebsten, wenn ich mir selbst nehmen kann die Menge, die ich gerade verzehren möchte.

Ich habe mir übrigens gerade heute morgen eine Art von Diät überlegt. Eigentlich eine Art Esskultur: Nur noch zu essen, wenn jemand in Blickkontakt zu mir ist. Mein Sohn hat geantwortet, das gehe nicht immer.

Einen zweiten Fastentag habe ich nur einmal geschafft. Er war weder notwendig, noch hat er zu einer Rückkehr zu 62 kg geführt. Mit einem BMI von 22,9 bin ich zufrieden. Aber aufrunden (auf 23) wollte ich nun auch nicht 😉 Mein Tanzlehrer hatte Anfang September zu mir gesagt, ich solle wieder zunehmen, aber nur zwei Kilo. Dieser Empfehlung bin ich nun nachgekommen und fühle mich mit diesen zwei Kilo mehr weder besser noch schlechter. Mehrere Bekannte hatten mir mit den 62 kg unterstellt, dass ich noch weiter abnehme und mir nicht glauben können, dass ich mein Gewicht seit Monaten halte. Beim Abholen des Thyroxin-Rezepts bin ich meiner Hausärztin kurz begegnet, sie sah mehrere Male an mir rauf und runter und bewunderte, dass ich mein Gewicht nun so gut halte. Eine Jeans, die ich vermutlich vor etwa einem Jahr gekauft und im Sommer nicht getragen habe, kneift nun ein wenig im Schritt. Vielleicht mache ich nächste Woche zwei Fastentage, aber zunächst muss ich nun erst einmal den heutigen absolvieren.

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